In dieser Ausgabe:
>> Interview Friedhelm Hütte / Deutsche Bank VIP Lounge auf der Art Cologne
>> Interview Angelika Stepken / TEFAF 2008 / Pressespiegel True North

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Art Cologne 2008
Anish Kapoor in der VIP-Lounge der Deutschen Bank




Blick in die VIP-Lounge der Deutschen Bank
auf der Art Cologne 2008

Mit 150 Galerien aus 23 Ländern präsentierte sich die Art Cologne 2008 in überschaubarer Größe und mit deutlich reduzierter Teilnehmerzahl. Trotz Skepsis im Vorfeld, überraschte die Schau mit guten Verkaufsergebnissen in allen Bereichen von Klassischer Moderne bis hin zur aktuellen Gegenwartskunst, wobei sich Sektionen wie "Open Space" oder "New Talents" als innovative Plattformen für die junge Szene etabliert haben. In ihrer VIP-Lounge sorgte die Deutsche Bank ebenfalls für eine Überraschung: Selten gezeigte Papierarbeiten und eine Wandskulptur von Anish Kapoor standen hier im Mittelpunkt der Inszenierung.



Vernissage der Art Cologne 2008
© Art Cologne


Die Anspannung im Vorfeld war groß: Auf drei Messehallen reduziert, noch ohne offizielle Leitung fieberte die Art Cologne in diesem Jahr der Eröffnung entgegen. Der Kunststandort Köln muss sich wieder neu bewähren: Während Kölner Galerien nach Berlin abwandern und deutsche Kunstmessen wie die Fine Art Fair in Frankfurt oder die Düsseldorf Contemporary (dc) abgesagt wurden, hatten bereits im Oktober 2007 einige Galerien in einem offenen Brief vor dem gänzlichen Bedeutungsverlust der Art Cologne gewarnt. Zu wenig Sammler reisten an, zu viele Aussteller würden zugelassen, zu niedrig sei die Qualität, zu angespannt die finanzielle Lage. Als Nachfolger des ausgeschiedenen Messedirektors Gérard Goodrow, tritt der Moholy-Nagy Enkel Daniel Hug erst im Mai 2008 sein Amt an. In diesem Jahr befand sich die Art Cologne als bedeutendste deutsche Kunstmesse also in einer Art Zwischenzustand - noch nicht raus aus der Krise, aber mit positiven Signalen für die Zukunft.



Open Space, Art Cologne 2008
© Art Cologne


Kleiner, feiner, prägnanter war die Devise: Noch einmal wurde die Schau um vierzig Teilnehmer auf nur 150 Galerien in jetzt nun mehr drei Hallen reduziert, wobei man mit der Erweiterung der jungen Sektion "Open Space" und mit 19 geförderten, jungen Galerien und 17 "New Talents" den Schwerpunkt deutlich auf neue Positionen setzte. 55.000 Besucher und die von zahlreichen Galerien vermeldeten Verkaufszahlen im sechsstelligen Bereich am Vernissageabend war vor allem für den Veranstalter Kölnmesse eine Bestätigung, dass diese Strategie richtig war. Statt der prognostizierten Untergangsstimmung verspürte man auf der Messe gelösten Optimismus.



Eröffnung der Deutsche Bank VIP Lounge

Entspannt war die Stimmung ebenfalls in der VIP-Lounge der Deutschen Bank, die in diesem Jahr dem Werk des britischen Künstlers Anish Kapoor gewidmet war. Kapoor ist in der Sammlung Deutsche Bank mit zahlreichen Papierarbeiten sowie einer seiner bedeutendsten Skulpturen vertreten: Turning the World Upside Down III. In der Lobby der Deutschen Bank London empfängt Kapoors gigantische, silbern glänzende Kugel den Besucher. In diesem Herbst zeigt das Deutsche Guggenheim in Berlin eine spektakuläre Einzelschau mit einer Auftragsarbeit Kapoors.



Anish Kapoors Wandskulptur
Green to Purple (2007)

Auch in der Deutsche Bank Lounge auf der Art Cologne stand eine Plastik des Künstlers im Zentrum. Die kreisrunde, konkave Spiegelscheibe Green to Purple (2007), eine Leihgabe der Londoner Lisson Gallery, gehört zu Kapoors jüngster Serie von Wandskulpturen aus Aluminium. In der minimalistisch gestalteten, in Dunkelgrau-, Weiß- und Violetttönen gehaltenen Lounge spiegelte die grün- violett oszillierende Arbeit den gesamten Raum. Kapoors leuchtende Gouachen der Serie Wounds and Absent Objects (1998) aus der Sammlung Deutsche Bank wurden in der Architektur eines nachempfunden Kreuzgangs präsentiert. Sie verdeutlichen assoziativ die Formensprache Kapoors, die von der Auseinandersetzung mit Leerstellen, Hohlkörpern und Kreisen geprägt ist. Diese Objekte strahlen geradezu aus dem Bild heraus und fesseln den Betrachter mit derselben Intensität wie seine bildhauerischen Arbeiten.



Blick in die VIP-Lounge der Deutschen Bank
auf der Art Cologne 2008


In der Lounge bildeten Anish Kapoors Werke das passende Ambiente zu den traditionellen Kunstmarktgesprächen der Deutschen Bank, in denen Experten wie etwa der Berliner Galerist Dr. Wolfram Völcker oder der Chefredakteur des Kunstmagazins Monopol, Cornelius Tittel zu aktuellen Entwicklungen und Trends des Kunstmarktes Stellung nahmen.





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