Nadjas Rückkehr Deutsche Bank Düsseldorf zeigt
lange verschollenes Nolde-Porträt
 Emil
Nolde, Nadja,1919, © Sammler
Seit
1928 wurde Emil Noldes Gemälde Nadja
nicht mehr öffentlich gezeigt. Fast dreißig Jahre lang galt das Porträt
als verschollen. Doch jetzt kann die Deutsche Bank in Düsseldorf dieses
Meisterwerk des Expressionismus in ihren Räumen präsentieren - gemeinsam
mit zehn Nolde-Arbeiten aus der Sammlung Deutsche Bank.
 Emil
Nolde, Pferde am Strand, 1911 Sammlung
Deutsche Bank
Erst im letzten Jahr wurde Nadja
wiederentdeckt. Im wechselvollen Schicksal des Bildes spiegelt sich auch
ein Stück deutscher Geschichte: Denn zuerst war das 1919 entstandene
Porträt im Besitz des Sammlers Ernst
Rathenau, dem Cousin von Walter
Rathenau, der 1922 zum Außenminister der Weimarer Republik ernannt
wurde. Als Ernst Rathenau wegen seiner jüdischen Abstammung 1938 in die
USA emigrieren musste, wurde das Bild im Tresor eines privaten Bankhauses
in Berlin deponiert. Nach Kriegsende lagerte das Gemälde bei einer
Speditionsfirma in Freiburg im Breisgau, bevor es Ende der siebziger Jahre
spurlos verschwand. Erst 2006 wurde es auf einem Dachboden wieder
entdeckt. Im Juni dieses Jahres ist das Bild für über 2,5 Millionen Euro
von einem Sammler und Kunden der Deutschen Bank Düsseldorf ersteigert
worden.
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Emil Nolde, Zwei Axolots, 1923/24 Sammlung
Deutsche Bank
Der Maler Emil Nolde
(1867-1956) gehört zu den bedeutendsten Vertretern des Expressionismus.
Die Nationalsozialisten diffamierten seine Werke als "entartete
Kunst" und verhängten 1941 ein Malverbot gegen ihn. Nadja
entstand zusammen mit einer ganzen Reihe von Bildnissen in einer der
produktivsten Schaffensperioden des Künstlers um 1920. Der übersteigerte
Ausdruck des Porträts ist von den Aquarellen beeinflusst, die Nolde
während seiner Südsee-Expedition 1913 bis 1914 malte. Wie Gauguin
fand er hier die Inspiration zu einem neuen Stil, verband Expressionismus
mit Elementen exotischer Volkskunst. Die Ausstellung in Düsseldorf zeigt
mit Zwei Axolots (1923/24) und Blauer und roter Fisch
(1923/24) zwei weitere Arbeiten Noldes, die von seinem Südseeaufenthalt
inspiriert wurden. Nadja zählt zu den bedeutendsten Werken des
Künstlers. Das Bildnis einer jungen Frau mit intensiven roten Lippen,
geröteten Wangen, blauen Augen und dunklen Haaren gilt als eines der
eindruckvollsten Porträts Noldes. Nur ein einziges Mal in seiner
bisherigen Geschichte wurde es öffentlich ausgestellt - 1928 in der
Berliner Nationalgalerie.
 Emil
Nolde, Blauer und roter Fisch, 1923/24 Sammlung
Deutsche Bank
Die Ausstellung ist
vom 10. bis 14. Dezember 2007 während der Geschäftszeiten im Investment &
FinanzCenter der Deutschen Bank in der Königsallee 45-47 zu sehen.
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