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It's a Woman's World: Kunst und Feminismus Seit den neunziger Jahren sind Künstlerinnen in den Männerzirkel vorgestoßen: Louise Bourgeois und Cindy Sherman waren plötzlich schwer im Kommen, Jenny Holzer holte mächtig auf und Pipilotti Rist wurde als Newcomerin in den Listen der erfolgreichsten Künstler ebenfalls weit oben verbucht. Keine ist jedoch so erfolgreich wie Rosemarie Trockel, die nun schon seit Jahren Platz vier des "Kunstkompass" des Wirtschaftsmagazins Capital hält. Doch selbst in diesem Ranking, in dem die weltweit gefragtesten Künstler nach einem komplizierten Punktesystem aufgelistet werden, sind unter 100 Nennungen nur 18 Frauen. Mit unserem Feature "It's a Woman's World" beleuchten wir schlaglichtartig das Thema "Kunst und Feminismus": +++ Louise Bourgeois ist Pionierin einer Kunst, die sich aus weiblicher Sicht mit Sexualität, Unterbewusstem, Psychoanalyse, und patriarchalischen Strukturen auseinandersetzt. Wie kaum eine andere Persönlichkeit hat sie nachfolgende Generationen von Künstlerinnen geprägt. Cheryl Kaplan hat die Grand Dame der Kunst des 20. Jahrhunderts exklusiv für db artmag zum Interview gebeten. +++ Seit dreißig Jahren gehört Sieverding zu den Stars der deutschen Kunst. Ihre New Yorker Ausstellung "Close Up" ist ab Frühjahr 2005 auch in Berlin zu sehen: Im E-Mail Interview erklärt sie, warum sie seit Jahren an der Auflösung von Gender-Identitäten arbeitet. +++ Wenn sich Künstlerinnen mit dem Bild der Frau beschäftigen, dann machen sie oft das eigene Rollenspiel zum Thema. Dabei werden feministische Festlegungen und die viel beschworene Frauensolidarität zu ebenso fragwürdigen Klischees wie chauvinistische Phantasien. Harald Fricke über "Karrierefrauen und Material Girls" +++ Im Umfeld von Minimal- und Pop Art erschuf Eva Hesse in den sechziger Jahren ein Oeuvre, das sich jeder Kategorisierung entzieht. 1970, an der Schwelle zum internationalen Durchbruch, starb sie erst 34-jährig an einem Hirntumor. In den USA gilt Hesse schon lange als emanzipierte Vorreiterin einer jüngeren Künstlerinnengeneration, doch erst in den letzten Jahren wurde sie auch in Europa mit großen Werkschauen gefeiert. Ein Portrait. +++ Seit 1989 nehmen jedes Jahr fünfzehn junge Berliner Künstlerinnen an einer ganz speziellen Fortbildung teil: Sie lernen, was es außer Kreativität noch alles braucht, um ihren Beruf auszuüben. Ulrich Clewing über das erfolgreiche "Goldrausch"-Projekt.
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